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Nur das Trugbild
unserer falschen
Freiheit.

Irgendwann macht's "boom". Glaubt's mir, - das Leben spielt nicht immer so wie ihr wollt. Ihr könnt nicht erwarten, dass es euch möglich ist, alles immer genau so zu legen, wie ihr es wollt.
Da stand er hätte den Spiegel zerbrochen. Mit der Faust, dagegen geschlagen. Geblutet. - Das machen jeden Tag hunderte, tausende von Menschen, unbewusst, mit unserer Welt. Und wir bluten alle dafür. Weil wir uns jedes Mal wieder an den Scherben schneiden. Und irgendwann, da ist jeder Spiegel aus Angst vor der Wahrheit zerbrochen.
Und dann werdet ihr vielleicht merken, dass man unsere Welt nicht wieder zusammen kleben kann.

- -

Äh ja. So ist das. Wollte ich mal wieder gesagt haben. Mh, anderweitig beschäftigt momentan.  

DORN.RÖSCHEN without a prince. am 27.6.07 14:47


Mh.
Ja, ich weiß, dass er immernoch zu alt ist, immernoch ein Kind hat, immernoch zu toll ist & ich weiß, dass ich nicht mehr so fühle.
Aber geil aussehen tut er trotzdem noch xD

Ansonsten hätte ich noch mehr sinnlose Nachrichten auf Lager, aber sagen wir einfach...

 
KORSETT <3
STATIV <3
*PSCHT* <3

&

SWEF .__.
DEUTSCH + MATHE + ENGLISCH + KUNST ARBEIT .__.

 

DORN.RÖSCHEN without a prince. am 12.6.07 18:02


Und hier der letzte Teil meiner komischen Kurzgeschichte:

»Und was hat sie das gelehrt?«
»Es hat mich das Leben und zu Lieben gelernt, ... denn beides sind Dinge, für die man bereit sein muss, Verantwortung zu tragen. Sich Freheit zu erkämpfen, aber sich ebenfalls durch den Balanceakt zu ringen, nicht zu stürzen und andere im Kampf um die eigene Freiheit zu begraben.«
Ein langezogener Laut erklang. Vor uns sammelte sich eine lange Autoschlange, es wurde gehupt. Stau. Eine Blockade... Eine, wie ich sie so oft in meinem eigenen Leben erlebte, wenn ich nicht mehr weiter wusste. Auf der Nebenspur schlug ein Mann aggressiv auf sein Lenkrad, ich sah seine Lippen, die sich bewegten, und ich war mir ziemlich sicher, dass er grade lautstark in sein leeres Auto hineinfluchte, wäre er doch anders abgebogen. Der Fremde auf dem Fahrersitz dieses Wagens, in dem ich saß, jedoch, machte keine Anstalten sich aufzuregen.
»Ja, das ist wohl wahr. Im Nachhinein bin jedoch dankbar, diese Erfahrungen gemacht zu haben, denn so hat man mir gezeigt, was es wirklich bedeutet zu leben... Haben sie erst einmal die Schattenseiten gesehen, dann wissen sie, warum es sich lohnt für hellere Tage zu kämpfen.« Langsam erschien es mir, als würden die weichen Stimmen der Moderatorin und der Besucherin ihren Weg zu meinem Unterbewusstsein finden, sich durch meine Gedanken schlingen, ohne dass ich mich dessen erwehren konnte. Ich presste die Hände auf die Ohren, denn ohne viel Nachdruck, ohne besonderes Leid ging mir diese Geschichte nahe. Viel zu nahe.
»Sie sagen also einerseits, es war nicht lobenswert, was sie gemacht haben, andererseits aber sind sie froh so gehandelt zu haben? Sind das die Schattenseiten von denen sie sprachen?« Ich schnappte nach Luft. Obwohl ich mir die Hände immer fester auf die Ohren presste, erklang die Stimme aus derm Radio noch genau so deutlich wie zuvor.
Der Stau löste sich auf, die Autos fuhren an, die beginnende Dunkelheit lud uns ein.
»Mister? Lassen sie mich bitte an der nächsten Kreuzung raus?«, flüsterte ich leise, verwirrt, tief getroffen. Ich bekam keine Antwort, ballte nur die Hände zu Fäusten und presste meine Fingernägel in meine Handflächen. Kurz darauf wurde der Wagen langsamer, und ich öffnete die Tür.
»Danke, dass sie... Ähm, - «, mein Blick irrte umher. In der Ferne glommen die Lichter der Stadt auf, die ich heute Mittag verlassen hatte. »Hier sind wir doch losgefahren?«, fragte ich stupiderweise, und meine eigene Stimme erklang mir abermals so unwirklich.
»Ja, und? Ich habe dir gezeigt, wie du deinen Weg zu gehen hast, und ich habe dich an den Punkt abgebracht, an dem du es wagen kannst, zurückzugehen. Deinen Weg finden, - das musst du schon selber.« Ich weiß nicht was ich erwartet hatte. Vielleicht einen Engel, einen Dämon, einen Pädophilen, Perversen oder sonstigen Triebtäter, aber ich hatte irgendetwas erwartet, dass diesen stummen Fremden einen Hauch von Besonderheit verlieh. Doch seine Stimme war normal. Unglaublich normal, fast schon zu normal. So unscheinbar. Er beugte sich vor, starrte mich einen Moment an, und ich wich zurück, von der Stärke, die aus seinen Augen sprach. Nachher hätte ich nichtmehr sagen können, welche Farbe sie hatten, aber ich weiß, dass sie das schönste waren, dass ich jemals gesehen habe. Der Motor startete, und das kleine, menschliche Auto reihte sich in die Schlange der anderen Fahrzeuge ein, und setzte seinen Weg fort.

Heute stehe ich auf der Veranda meines Hauses, blicke den Strand hinunter, wo mein Mann und mein Sohn spielen. Ich höre das fröhliche Lachen des Kindes, das ich überalles liebe, genau so wie die Stimme des Mannes, der mir alles bedeutet. Noch oft denke ich an das, was ich damals gehört habe. Dieser Tag, diese Nacht, werden wahrscheinlich immer unerklärlich bleiben, unverständlich für mich. Aber noch heute weiß ich genau, was die Radiomoderatorin und die Frau besprochen haben, und ich weiß, dass eben dieses Gespräch verantwortlich war, dass es mir nun so gut geht und ich so viel erreichen konnte. Ich habe mir zu Herzen genommen, was ich damals gehört habe, und habe angefangen den Kern von innen aufzulösen. 5 Monate, nachdem ich mit meinen Siebzehn Jahren von zu Hause weggelaufen war, kehrte ich zurück. Ich habe die Schule fertig gemacht und studiert. Heute arbeite ich als Ärztin, setze mich ehrenamtlich für viele Vereine ein, die Hilfe in armen Ländern mobilisieren wollen, und nehme kein Blatt vor den Mund, was meine Meinung betrifft.
Ich spüre den salzigen Wind, und ein Lächeln überkommt mich, wenn ich daran denke, was ich alles habe. Den fremden Mann habe ich nie wieder gesehen, aber als ich damals auf die Stadt zuging, sein Bild vor Augen, wusste ich, dass ich nicht alles bessern würde können, was besser werden müsste. Aber ich wusste, dass ich wenigstens meinen möglichen Teil dazu leisten könnte, und helfen könnte. Seit diesem Tag bin ich nie wieder getrampt.

The End. <3

Hier im Ganzen zu lesen  

DORN.RÖSCHEN without a prince. am 9.6.07 13:57


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